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Anfrage - offener Brief an die Wasserschutzpolizei Mainz
14. February 2016

Katzenhilfe Mainz e.V.
 
Immelmannstraße 3, 55124 Mainz
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren der Pressestelle der Polizei Mainz,
Sehr geehrte Damen und Herren der Wasserschutzpolizei Mainz,
 
über Ihre Pressemitteilung vom 13.02.2016 – Keine Katze – Allgemeine Zeitung Mainz, vom 13.02.2016 – sind wir etwas erstaunt und echauffiert. Deshalb wenden wir uns in einem offenen Brief an Sie, mit der Bitte um Klärung.
 
Wir erhielten am Donnerstag, den 11.02.2016 über FB – PN um 9.17 Uhr folgende Mitteilung:
 
Hallo. Habe gerade zwei Katzen-Kadaver im Rhein an Ufernähe nebst Plastiktüte entdeckt. Was soll ich damit tun? Einfach liegen lassen? Oder gibt es hier weitere Schritte? Bin gerade etwas planlos. Danke um schnelle Antwort. Viele Grüße, Katharina Andres
 
Unsere Antwort: Polizei verständigen und Anzeige erstatten. - Wenn möglich schicken Sie mir Bilder
 
 
Die Bilder bekamen wir unverzüglich übermittelt (wir fügen diese der Anlage noch einmal bei) mit folgendem Text
 
Ist kurz vor Kilometer 496. Ich muss eigentlich auf die Arbeit. Ich würde die Zeit investieren, wenn es was bringt. Was folgt denn aus so einer Anzeige gegen Unbekannt? Wir können auch gerne kurz telefonieren, wenn das einfacher ist.
 
Ich, der Unterzeichner telefonierte dann mit Frau Andres und überzeugte sie, dass sie die Polizei einschalten soll, da nicht auszuschließen ist, dass eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach Tierschutzgesetz vorliegt.
 
Diese wurde auch dann von ihr unmittelbar veranlasst, als sie im Büro war.
 
Mein Handy ist ausgegangen kurz bevor ich anrufen wollte. Bin ins Büro und habe von dort angerufen. Die Polizeidienststelle Innenstadt wollte mich zurückrufen. Das hat sie bisher nicht. Habe aber schon mal den Kilometer durchgegeben und gesagt, ich sei nicht mehr vor Ort. Mal sehen wie es weitergeht.
 
Frau Andres gab mir die Zustimmung und Genehmigung, dass ich die Bilder und ihren Namen verwenden darf.
 
Sie dürfen meine Bilder und meinen Namen öffentlich verwenden.
 
 
Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache. Es ist sind Tiere zu sehen. Was die Finderin bei direkter Ansicht als Katze identifizierte. Die Katzenhilfe Mainz e.V. hat diese Bilder dann für einen Appell an die Menschen, zum tiergerechten Umgang eingesetzt an ihrer
 
und an die Presse weitergeleitet.
 
Allein in Facebook wurde die Bilder bis zum jetzigen Zeitpunkt 5 447 mal angeklickt und bundesweit und auch über die Grenzen geteilt. Eine Aufmerksamkeit in diesem Ausmaße hätten keine Bilder gefunden, die nicht eindeutig für sich sprechen.
 
Am Nachmittag, als ich mit dem PKW unterwegs war, erhielt ich über Freisprechanlage einen Anruf der Wasserschutzpolizei, nachdem ich gegen 13.00 Uhr mich nach dem Sachstand erkundigt hatte.
 
Er forderte mich auf, mit kräftiger bestimmter hoheitlicher Stimme, die Beiträge sofort zu entfernen. Es würde sich um abgezogenes Hasenfell eines Stallhasen handeln und nicht um Katzen, dann wäre es nur eine Ordnungswidrigkeit. Das Fell könnte wieder ins Wasser geworfen sein und würde sich dann wie ein Tier formen. Der Amtstierarzt hätte das festgestellt und dessen Meinung würde ich sicherlich nicht anzweifeln.
Nach Rückfragen nach welcher Rechtsgrundlage ich verpflichtet bin, einen Appell für die Tiere mit Fundbildern zu entfernen, wurde nur mit Hinweis auf den Amtstierarzt bekräftigt. Ich bestätigte dann, dass ich die Fähigkeit des Amtstierarztes nicht anzweifele, aber den Fund den er auf dem Tisch hatte, ob dieser identisch ist, mit dem Fund von Frau Andres. Ich beendete das Gespräch mit dem Hinweis, dass ich keine Veranlassung sehe, unsere Beiträge zu entfernen noch zu berichtigen.
 
Die Allgemeine Zeitung Mainz griff das Thema direkt mit dem der Anlage beigefügten Presseartikel vom Freitag, den 12.02.2016 auf.
 
Am gleichen Tag rief mich Ihr Kollege wieder an, was ich mir erlaube, Unwahrheiten an die Presse zu geben. Ich fragte ihn, ob der sich unsere Bilder angesehen hat. Er bestätigt mir dies und sah eindeutig in den Bildern Fellen. Meine Anmerkung war noch, dass wenn es Felle sind, dann ist aber der Kopf, Beine usw. wieder angewachsen. Er wird das klären und eine Gegenstellungnahme bei der Presse veranlassen. Diese erfolgte dann sicherlich über Sie, die Pressestelle der Polizei.
 
Ich bitte nun folgende Fragen zu klären:
 
1. Ich gehe davon aus, dass direkt nach dem Anruf von Frau Andres am Donnerstag gegen 10.00 Uhr Ihr Haus gehandelt hat und an die Fundstelle gefahren ist, da ja Beweissicherung angesagt war, denn eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit war nicht ausgeschlossen. Was wurde um diese Zeit an der Stelle gefunden?
2. Auf welcher Rechtsgrundlage kann ich im Rechtsstaat hoheitlich aufgefordert werden, einen Beitrag der nicht gegen Recht und Ordnung verstößt, zu entfernen.
3. Da der Amtstierarzt nach Aussage Ihres Kollegen die Bilder gesehen hat, wie dieser die Bilder beurteilt, wenn mehrere Tausend Menschen diese in der Sache, aber nicht in der Wahrheit beanstandet haben.
4. Wie der Bürger Zivilcourage haben soll, wenn er so eingeschüchtert wird. Wobei uns bis dato der Hintergrund für diese Handlungsweise unklar ist.
 
Wir gehen von einen kurzfristigen Klärung, des sicherlich klaren Sachverhaltes aus und sollte sich Ihr Haus in der Pressemitteilung geirrt haben, dass es z.B. sich nicht um unseren Fund handelt, um Klarstellung bei der Presse, denn es geht uns um die Sache, den Tierschutz, die Sie sicherlich auch unterstützen.
 
 
 
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
gez. i. A. Jürgen Zwilling
Tel: 0172/2907474
 
 
 
 
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